Soziale Brennpunkte

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Jubelperser
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Soziale Brennpunkte

Beitrag von Jubelperser » Mo 25. Mär 2019, 11:19

Nastasić hat geschrieben:
Fr 22. Mär 2019, 14:34
Jubelperser hat geschrieben:
Fr 22. Mär 2019, 10:50
Der Unterschied zwischen einer "westdeutschen Großstadt" und einem Bezirk in Berlin, und dann noch im Ostteil der Stadt, muss ich jetzt aber nicht näher erläutern, oder?
Das war doch gar nicht die Frage!
Doch, das war die Frage, einfach noch mal lesen.
Nastasić hat geschrieben:
Fr 22. Mär 2019, 14:34
Es ging dir, dem nun in Berlin lebenden, doch offenkundig nur darum, dass die Zustände in deinem jetzigen Wohnort bezgl. AFD-Wählern erheblich besser sei. Deshalb mein Einwand.
Unsinn! Du hast Berliner Bezirke ins Spiel gebracht, ich hatte mich nur darauf konzentriert, dass von allen westdeutschen Großstädten Gelsenkirchen den höchsten AfD-Anteil hatte. Und das hat Gründe. Die haben allerdings nichts mit dem Ostteil der Stadt Berlin oder der ehemaligen DDR zu tun. Da ist überall der Ausländeranteil ungleich geringer als in Gelsenkirchen und trotzdem ist der AfD-Wähleranteil mindestens so hoch wie in Gelsenkirchen, und das flächendeckend. Also muss es auch noch ganz andere Faktoren geben, die die Wahlen beeinflussen.

Aber, ich denke, wir lassen das jetzt. Es macht keinen Sinn, mit jemanden zu diskutieren, der partout die Beiträge des anderen neu interpretiert.
Mit dem Umzug in das neue Forum nehme ich meinen alten Mädchennamen "Brodi" wieder an.

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Nastasić
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Beitrag von Nastasić » Mo 25. Mär 2019, 14:37

Jubelperser hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 11:19

Aber, ich denke, wir lassen das jetzt. Es macht keinen Sinn, mit jemanden zu diskutieren, der partout die Beiträge des anderen neu interpretiert.
Meinetwegen. :roll:

Es ergibt tatsächlich wenig Sinn mit jemandem zu diskutieren, dessen vorschnelle Urteile derart festgefahren sind (liegt's am Alter?) und dem es offenkundig ausschließlich darum geht, Klischees zu verabsolutieren.
„Ich möchte keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnehmen würde!“

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cheffe  
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Beitrag von cheffe » Do 25. Apr 2019, 14:29

Passt eigentlich hier nur bedingt rein. Aber irgendwie auch schon ein bisschen. Wie dem auch sei...
Was viele schon vermutet haben, ist mit dieser Studie nachgewiesen:

https://www.zeit.de/news/2019-04/24/woh ... -99-936700
Wir sind die Krieger aus der Alten Zeit
Es fließt in unsern Adern das Germanenblut

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Kettwiger-Knappe
Beiträge: 47
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Beitrag von Kettwiger-Knappe » Sa 4. Mai 2019, 21:47

@ Nastasic & Jubelperser

Was "fetzt" Ihr Euch so? Die Stadt hat fertig, an den heutigen
Zuständen ändert sich nichts mehr, im Gegenteil!

Ich bin selber gebürtiger Gelsenkirchener und habe in Bismarck
die ersten 35 Jahre meines Lebens bis 2003 verbracht.

Da würde ich heute, 16 Jahre später, nicht mehr für geschenkt leben
wollen, EGAL WO! Das heutige GE hat mit dem GE von vor 20, 30, 40
Jahren nichts mehr zu tun. Die soziale und ethnische Segregation ist
FAKTISCH seit Jahren in vollem Gange, da ändert auch keine CDU/
SPD/AfD mehr was dran.

Ich war an Karfreitag noch in Schalke, anlässlich eines Geburtstages
meiner in GE noch verbliebenen "Restfamilie (Bruder)", die auch in die
Kategorie "'#401" passen, er über 60, arbeitslos, sie in Vollzeit, füttert
mit altem, noch mit relativ gut dotierten Arbeitsvertrag, beide durch.

Die Zigarettenlänge vorm Lokal beim Geburtstag sprach Bände, beim
Blick auf den Kinderspielplatz gegenüber, die Fahrt durch die Seitenstraßen
wie die Liebfrauenstraße, Grenzstraße und anschließend über die Bismarck-
straße dito, das beste Beispiel für den Niedergang der Stadt!
Ich habe Lachanophobie und das ist gut so! ;-)

Veltinsbauch  
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Beitrag von Veltinsbauch » Mo 6. Mai 2019, 15:37

Man sollte mal versuchen, die Gelsenkirchener U-Bahnhöfe abends zu frequentieren. Selbst da ist es schon gefährlich. Selbst in der Innenstadt am Heinrich - König - Platz.
Ganz zu schweigen vom Trinenkamp, Zeche Consol, Danziger Str usw...

Vor zehn Jahren war das noch viel sicherer und angenehmer.

Am HBF sind überwiegend nur noch Gelegenheitsdiebe unterwegs, die gar kein Ziel haben, keinen DB - Zug oder die Straßenbahn anvisieren. Sie spähen nur potentielle Raubopfer und/ oder hantieren mit Drogen.

Die Stadt ist, vor allem im Zentrum, völlig unattraktiv geworden.
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sick
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Beitrag von sick » Mo 6. Mai 2019, 23:00

U-Bahnhöfe kannst Du in NRW-Städten eigentlich nirgendwo nachts sicher "frequentieren". Es sei denn, Du siehst selbst gefährlicher aus als der Rest.

Als letztens bei einem GE Besuch nicht mal mehr eine ordentliche Frikadelle irgendwo zu kriegen war und der LUX wohl auch zugemacht hat dauerhaft, war dann der letzte Anreiz weg, die Rest-Verwandtschaft dort zu besuchen öfters.

Ich bin nach dem Aufwachsen in GE u.a. auch in BO, E, DO und nun D zuhause gewesen...aber im Endeffekt ist das überall das Gleiche mittlerweile. Je zentraler, desto schlimmer. Ein Metzger zu, drei neue Dönerläden, Gemüsehändler, Spiel-/Bar-/Kiosk-/Internet-Betriebe machen auf. So mein Gefühl. Eventuell ein groß angelegtes System, sich wie ein Krebs von der Mitte aus zu verbreiten. Ziehen jetzt auf´s ländliche Grundstück, das Modell "Stadt" ist in meinen Augen nur noch ein Auslaufmodell....

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Alonzo
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Beitrag von Alonzo » Di 7. Mai 2019, 07:10

Wenn man es so betreibt wie hier ja. Fahrt mal in niederländische Großstädte. Dort werden Gesetze trotz grüner Regierung hart umgesetzt und das Ergebnis sind saubere Innenstädte die weitestgehend frei von Gesockse sind. Aber dort kriegt man auch kein Hartz4 und andere Sozialleistungen in den Arsch geschoben sondern muss was dafür tun. Unsere Führung ist anscheinend nicht daran interessiert das Leben ihrer meisten Wähler zu verbessern, sondern durch gezielte Maßnahmen bzw. Nicht-Umsetzung sukzessive zu verschlechtern. Das nennt man dann tolerant und gemeinschaftlich handeln.
P. S. : Hab noch bilateral und europäische Lösung vergessen.
Mille heißt nicht Million, sondern tausend!! Danke!

Veltinsbauch  
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Beitrag von Veltinsbauch » Do 9. Mai 2019, 17:12

sick hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 23:00
U-Bahnhöfe kannst Du in NRW-Städten eigentlich nirgendwo nachts sicher "frequentieren". Es sei denn, Du siehst selbst gefährlicher aus als der Rest.

Als letztens bei einem GE Besuch nicht mal mehr eine ordentliche Frikadelle irgendwo zu kriegen war und der LUX wohl auch zugemacht hat dauerhaft, war dann der letzte Anreiz weg, die Rest-Verwandtschaft dort zu besuchen öfters.

Ich bin nach dem Aufwachsen in GE u.a. auch in BO, E, DO und nun D zuhause gewesen...aber im Endeffekt ist das überall das Gleiche mittlerweile. Je zentraler, desto schlimmer. Ein Metzger zu, drei neue Dönerläden, Gemüsehändler, Spiel-/Bar-/Kiosk-/Internet-Betriebe machen auf. So mein Gefühl. Eventuell ein groß angelegtes System, sich wie ein Krebs von der Mitte aus zu verbreiten. Ziehen jetzt auf´s ländliche Grundstück, das Modell "Stadt" ist in meinen Augen nur noch ein Auslaufmodell....
In meinem Beitrag meinte ich nicht die Frequentierung von U-Bahnhöfen nachts, sondern um 18 oder 19h. Selbst da ist es schon vorgekommen, dass ich mich unwohl fühlte in GE.
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B_W_R  
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Beitrag von B_W_R » Fr 10. Mai 2019, 16:02

Alonzo hat geschrieben:
Di 7. Mai 2019, 07:10
Wenn man es so betreibt wie hier ja. Fahrt mal in niederländische Großstädte. Dort werden Gesetze trotz grüner Regierung hart umgesetzt und das Ergebnis sind saubere Innenstädte die weitestgehend frei von Gesockse sind. Aber dort kriegt man auch kein Hartz4 und andere Sozialleistungen in den Arsch geschoben sondern muss was dafür tun. Unsere Führung ist anscheinend nicht daran interessiert das Leben ihrer meisten Wähler zu verbessern, sondern durch gezielte Maßnahmen bzw. Nicht-Umsetzung sukzessive zu verschlechtern. Das nennt man dann tolerant und gemeinschaftlich handeln.
P. S. : Hab noch bilateral und europäische Lösung vergessen.
Super bechrieben !
Danke und absolute Zustimmung meinerseits !

bwg
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X auf Ignore ist Balsam für die Nerven !

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Alonzo
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Wohnort: Bochum

Beitrag von Alonzo » Fr 10. Mai 2019, 21:26

Danke @B_W_R

Ich habe noch einen für euch. Wer mal richtig mutig ist fährt Morgen zu dieser Uhrzeit zum Bahnhof in Recklinghausen und stellt sich da mal zehn Minuten auf den Vorplatz/Busbahnhof. Tagsüber reicht eigentlich auch schon, aber abends kommt es noch besser. Das Teil ist die Härte.
Mille heißt nicht Million, sondern tausend!! Danke!

Veltinsbauch  
Beiträge: 1865
Wohnort: Essen

Beitrag von Veltinsbauch » Mo 13. Mai 2019, 00:29

Alonzo hat geschrieben:
Fr 10. Mai 2019, 21:26
Danke @B_W_R

Ich habe noch einen für euch. Wer mal richtig mutig ist fährt Morgen zu dieser Uhrzeit zum Bahnhof in Recklinghausen und stellt sich da mal zehn Minuten auf den Vorplatz/Busbahnhof. Tagsüber reicht eigentlich auch schon, aber abends kommt es noch besser. Das Teil ist die Härte.
Hatte bis 2010 eine Freundin, die in der Stadt lebte. Fand es bis dahin ganz ok. Aber ist auch 9 Jahre her.
In GE , damals lebte ich noch dort, lief es auch noch gesittet ab.

Am gestrigen Muttertag kam ich mit dem Zug in GE an, um meine Mutter zu besuchen. Aufenthalt von ungefähr 3 Minuten am HBF GE, bis ich den Bus nach Hüllen nahm. In diesem kurzen Zeitfenster aber schon eine Schlägerei mitbekommen. :daumenrunter:

Ein paar Minuten früher in der Straßenbahn in Essen hat sich eine Trinkerin lautstark darüber beklagt am Handy und geweint mit Pulle Bier in der Hand ( gegen 15h), dass ihr Freund fremdgegangen sei. :shock:

Asoziale, wohin man schaut...
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